Tiefenpsychologische Therapie

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie betrachtet die aktuellen Probleme und Störungen des Klienten als einen Ausdruck von Konflikten und Traumatisierungen, die in der früheren Kindheit erlebt und unzureichend verarbeitet wurden. Man geht davon aus, dass viele seelische Phänomene unbewusst ablaufen und dass diese nicht bewussten Vorgänge von großer Bedeutung sind.

Im geschützten Rahmen geht es vornehmlich um kindliche Seiten, die sich in der frühen Eltern-Kind-Beziehung entwickelt haben und teilweise situationsgerechtes Handeln erschweren. Aktuelle Konflikte werden in Bezug zu wichtigen früheren Erlebnissen und Beziehungsmustern gestellt. Die damit verbundenen „alten“ und oft verdrängten Gefühle werden wiederbelebt und neu erlebt. Es findet eine bewusste Auseinandersetzung mit diesen Erfahrungen und Gefühlen statt. Dadurch verändert sich der Umgang mit den aktuellen Problemen in positiver Weise.

Man kann tiefenpsychologische Therapie mit der Renovierung einiger Räume eines Hauses vergleichen, verbunden mit der Vorstellung vom Versetzen einiger Mauern.



Psychoanalytische Therapie

Psychoanalyse ist ein Verfahren zur Untersuchung seelischer Vorgänge, die im Unbewussten liegen und darauf ausgerichtet sind, Hilfe bei seelischen Problemen zu bringen. Dazu gehören im Allgemeinen Störungen des Denkens, Fühlens, Erlebens und Handelns. Die Psychoanalyse beruht auf der Theorie, dass sich Menschen nicht aller Faktoren bewusst sind, die ihr Fühlen und Handeln beeinflussen. Eine bedeutsame Rolle spielen dabei unbewusste, innere Konflikte in der Persönlichkeit eines Menschen. Diese können ihrer Unerträglichkeit wegen zum Beispiel verdrängt worden sein und den Grund für Probleme in Beziehungen, der Arbeit oder im Alltagsleben darstellen. Die inneren Konflikte äußern sich in psychischen Erkrankungen und Symptomen wie Ängsten, Depressionen und Zwängen. In der Psychoanalyse geht es darum, diese im Unbewussten wirkenden Faktoren selbst zu erforschen und aufzudecken, sowie abgespaltene und abgewiesene Teile seines Selbst zu integrieren. Es gilt zu verstehen, wie diese Faktoren das gegenwärtige Leben beeinflussen, um neue Wege, die früher nicht zur Verfügung standen, gehen zu können. In der Psychoanalyse geht man davon aus, dass viele seelische Probleme durch Traumata, ungelöste Konflikte und nicht bewältigte Erfahrungen aus der Kindheit und späteren Entwicklungsphasen entstehen. Freud hat das Ziel der Psychoanalyse kurz und klar umrissen: „Wo Es (das Unbewusste) war, soll Ich (das Bewusste) werden.“ Eine Psychoanalyse ist eine Langzeittherapie und dauert in der Regel 3 bis 5 Jahre.


Gesprächspsychotherapie
Transaktionsanalyse

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